Flugplatzfest des LSV Gundelfingen

Am 11.-12.08. fand das alljährliche Flugplatzfest des LSV Gundelfingen statt. Mehr als 50 Flugzeuge fanden bei bestem Wetter den Weg ins schöne Bayern. Weiß-Blauer Himmel, gute Steaks und Airshowatmosphäre ließen die vielen Zuschauer in Strömen auf den kleinen Flugplatz kommen. Und auch die Piloten - genau wie wir - hatten jede Menge Spaß am Himmel über Gundelfingen. Vom Trike bis zum Warbird war in EDMU alles vertreten.

Pitts S2B - North American T-6 - Piper J3-65 - Pitts S2B

Rundflüge und vieles mehr

Jedes Jahr veranstaltet der 67 Mitglieder große Luftsportverein ein "kleines" Flugplatzfest auf dem vereinseigenen Flugfeld in Gundelfingen. Typisch für ein Fest dieser Art, der vielen kleinen Flugvereine, besteht das Festgeschehen meist aus dem traditionellen Rundflugangebot und gemütlichen Beisammensein an der Flightline.
Nachdem am Samstag aufgrund des Wetters nur wenig Flugbetrieb herrschte, wurden am Sonntag dann alle Rekorde gebrochen. Strahlender Sonnenschein, schönster bayerischer Himmel und angenehme Temperaturen ließen nicht nur rund 50 Maschinen sondern auch ca. 1000 Zuschauer nach "Gufi" pilgern. Mehr als 200 Flugbewegungen standen am Abend in den Listen der Männer von "Gufi ATC" um Wolfgang Schäffler. Selbst einer Lufthansa - Maschine wurde die clearance für die "28" gegeben. Der Airliner-Pilot ist Mitglied des LSV und grüßte seine Kollegen aus größeren Höhen. Dem entsprechend ausgebucht waren auch die Rundflüge mit den Motormaschinen des LSV: AV68 Samburo und WT9 Dynamic. Insgesamt 103 Rundflüge wurden am Sonntag verkauft. Das die Maschinen und Piloten des LSV, diesen Andrang alleine nicht mehr bewältigen konnten wurde schnell klar. Kurzerhand sprangen die Nachbarvereine aus Günzburg und Giengen mit jeweils einer Robin DR400 Jodel ein. "Fliegen verbindet - Klar helfen wir Flieger uns untereinander", formulierte es der 1.Vorstand des LSV Günzburg Johann Brietsch, der nachdem er mit seiner Pitts S-2B angekommen war, bei seinen Kollegen die "Jodel" und dazugehörige Piloten anforderte.

Flight Line - WT9 Dynamic - Kiebitz - Schweizer 300

Falke oder "Rentner-Jet" - Piper J3 - Eagle Trike - Oldtimersegler

Flugzeuge - Airshow

Neben den Vereinsmaschinen kamen noch viele private Piloten zum Fest. Bereits am Samstag eingetroffen ist Thomas Kretschmer mit seiner Piper J3-65 Cub, Baujahr 1944. Thomas, im echten Leben Lufthansa Cargo Pilot, brachte die D-EDOT aus Egelsbach bei Frankfurt mit ins Schwabenland. Ein Schweizer 300 Helikopter war ebenso wie die Bölkow Junior nur am Samstag zu sehen.
Richtig los ging es dann am Sonntag. Die Typenvielfalt war nicht nur bei den Ultraleichten gigantisch: 2x FK9; 2x AvidFlyer; 2x WildThing; P96; C42; Zodiac; RemosG3; 4X Kiebitz, 2 X Sunwheel. Auch im Bereich der Motormaschinen ging das Spektrum von C172; DA40; 3x G109; Piper Cheroke; 3x Falke; Fuji FA-200 bis zu 3x Piper Cub.
Neben insgesamt drei Bücker Jungmann Doppeldecker, wovon zwei Casa 1.131/160 Jungmann bis aus Schärnding / Österreich anreisten, war auch ein Oldtimerhelikopter Bell 47G, der für Rundflüge zur Verfügung stand, vor Ort. Obwohl die Veranstaltung nur ein Fly-In ohne Flugprogramm war, wurden die Maschinen auch in der Luft präsentiert. Eine absolute Rarität war die Stark Turbulent D-ENAZ, Baujahr 1959. Von der Turbulent wurden zwischen 1958-1960 in einer Kleinserie nur 36 Maschinen gebaut. Richtig laut wurde es hingegen als die beiden beliebten Ostklassiker Yak-18 und Yak-52 mit ihren Sternmotoren am Himmel über Gundelfingen auftauchten. Eine Cessna 421 war im schnellen tiefen Überflug zu sehen. Neben Johann Brietsch mit der Pitts-S2B D-EZUG kam noch eine weitere S2B(D-EWDM) aus Bad Wörishofen nach EDMU. Beide Pitts waren im Aerobatic Solodisplay zu sehen.

Cessna 421 - Pitts S2B - Yak52 - Stark Turbulent - Casa 1.131/160 Jungmann

Bücker Jungmann - Bell 47G - Sunwheel - Yak18 - Doppeldecker

Pitts S-2B - Yak52 - Kiebitz - Miss Goosebay - Bell 47G

"Miss Goosebay" T-6 von Peter Gutmann

Der absolute Star des Tages schwebte aber erst gegen 17.00 Uhr ein. Peter Gutmann kam aus Memmingen mit der North American T-6G Harvard "Miss Goosebay". Der klanggewaltige 9-Zylinder Sternmotor vom Typ Pratt & Whitney R-1340 bringt es auf eine Startleistung von 600PS bei 22L Hubraum; ein Sound der nicht nur uns erfreute. Die Miss Goosebay erhielt ihren Namen aufgrund einer sehr langen Standzeit am gleichnamigen Fliegerhorst in Kanada. Nach der Restaurierung in den Jahren 1994-1997, wurde das Flugzeug 1997 beim Air Venture in Oshkosch als best restauriertestes Flugzeug geehrt. In diesem hervorragenden Zustand befindet sich die Maschine noch heute.

Fazit

Ein schönes Flugplatzfest, das zum Flugtag wurde, ging leider viel zu schnell zu Ende. Alle Piloten kamen auf eigene Kosten nach Gundelfingen und flogen ihre spitzen Displays bei bestem Wetter vor vielen begeisterten Zuschauern.
Unser Dank geht vor allem an Peter Nothofer und Erich und Armin Müller, ohne die dieser Bericht so nicht möglich gewesen wäre. Auch möchten wir uns beim 1. Vorstand des LSV´s, Albert Gerstmayr für das toll organisierte Fest und die exzellenten Fotografiermöglichkeiten bedanken. Dank auch an unseren Dynamic-Kutscher Herri, für die Fotoflüge.
Jung´s, es war einfach klasse und nicht nur wir werden nächstes Jahr wieder kommen.

Impressionen rund ums Fest

Die Bilder vom Fest in bester Qualität gibts wie immer auf einer Foto - DVD im Shop:
Shop - Flugplatzfest Gundelfingen 2007

Text: © Mathias Grägel
Bilder: © Charly & Mathias Grägel / GME-AirFoto 2007