Goodbye Phabulous Phantom - Ende einer Ära
Das Urgestein geht! Rund 2500 Urgesteine kamen um sich zu Verabschieden und der F-4 die letzte Ehre zu erweisen.
Nach über 34 Jahren im Dienst beim JG74 verlässt die F-4 Phantom Neuburg an der Donau. Zur offiziellen Verabschiedung, dem Phlyout am 12.06.2008 kamen mehr als 2500 Fans, Spotter, ehemalige und aktive des Geschwaders. Für alle die letzte Gelegenheit noch einmal "Ihr" Phlugzeug zu sehen, berühren und schmecken. Ja schmecken, den nicht wenig der alten Piloten nahmen nochmals eine Nase vom Triebwerksduft der F-4.
Mit einem feierlichen Appell am Abend und mehreren Überflügen wurde die drei Jahrzehnte dauernde Ära der F-4 in Neuburg dann beendet. Zum letzten mal konnte man eine Four-Ship Formation über dem Fliegerhorst in Zell bewundern. Angeführt von der sonderbemalten Phlyoutmaschine schwärzte der typische Rauch der Phantom den sonst prächtigsten weiß - blauen bayerischen Himmel. Mit der letzten Landung der 38+37 verstummten die J79 Triebwerke des Phighters zum letzten Mal und es folgte eine andächtige Stille auf dem Flugplatz. Piloten, die teilweise über 2600 Stunden ihres Lebens im Cockpit der F-4 verbrachten, standen die Tränen in den Augen. Für viele wird sie wohl der schönste Jet-Phigter, denn es je gegeben hat, bleiben. Auf jeden Fall geht das letzte große Piloten Phlugzeug. Computer ersetzen Steuerseile.
Das Ende einer großen Ära. Eine fliegende Legende verlässt den bayerischen Himmel.
Nach über 12 Jahren im Dienst der Zapatas nahm auch Charly Abschied. Wir waren beim Phlyout in Neuburg und blicken auch kurz auf die 34 Jahre der F-4 beim JG74 zurück.
|
|
|
Pharewell Phantom 38+37
Die Tradition der Sonderlackierungen beim JG74 (auch unser Charly lackierte schon mit) wurde auch zum Phlyout fortgesetzt. Die 38+37 bekam die dunkel gehaltene Abschiedslackierung, welche zeigt wie sich das Trauerschwarz durch den normalen grauen Luftwaffenanstrich der F-4 kämpft. Auf dem Rumpf findet man den Grund des Trauerschwarzes. "Phantom Phlyout JG74" ist hier zu lesen. Auf den Intake´s sind die Wappen der beiden Staffeln zu sehen(Falken und Zapatas). Spooky, das Maskottchen der F-4 (Welches Flugzeug heutiger Zeit hat schon ein eigenes Maskottchen?) verbeugt sich auf dem Tail mit den Worten "Thank you" und ist auch auf der Unterseite zu finden. "Phantom - Job well done" ziert den Bauch - Wohl war!!!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Pharewell Phlights - Phantom Phlyout
|
|
|
|
|
F-4 Phantom
Die History der F-4 ist lang und bekannt. Bereits 1958 hatte sie ihren Erstflug in St.Louis (USA); am Ende wurden über 5000 Phantoms produziert. Am 26. September 1974 kam sie dann auch zum JG74 nach Neuburg. Insgesamt 175 Maschinen erhielt die Luftwaffe, in Neuburg waren zu den besten Zeiten bis zu 40 Maschinen im Einsatz. Das JG74 war mehr als 241.000 Stunden mit der F-4 in der Luft, die 37+48 hat schon ca. 7200 auf dem Buckel (Sonderlackierung). Als erstes strahlgetriebenes Kampfflugzeug der Bundeswehr erreichte sie 2001 die 6.000 Stunden Marke. Mit durchschnittlich mehr als 8.000 Flugstunden jährlich wurde die Phantom im JG74 gefordert. Beeindruckende Zahlen, die nochmals untermauern welche Ära hier zu Ende geht. Das Phlyout der F-4 ist auch das Ende der Rauchfahnen und Nachbrenner Take - offs in Neuburg. Beides gibt es beim Eurofighter nicht mehr. Und auch die vielen Länder, die die F-4 weltweit im Einsatz besuchte, muss der EF erst noch bereisen. GAFTIC in GooseBay/Canada; Deci/Sardinien; Norwegen; Frankreich und und und...
Die letzten Take-off´s and Landings sowie ein paar Bilder aus 34 Jahren F-4 beim JG74
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Static Display
Neben den vielen Ehemaligen und Freunden der F-4, gaben auch Luftwaffen aus ganz Europa der Phantom die letzte Ehre. Aus dem Herkunftsland der F-4, den USA, kamen 2 x F-16CJ vom 52nd FW/22nd,23rd FS "Stringers, Fighting Hawks" aus Spangdahlen. Auch die Belgier und Italiener schickten jeweils zwei F-16´s nach Neuburg. Sie kamen von der 10°Gruppo der 37°Stormo aus Trapani/Sizilien und der OCU/10Wing (2xF-16BM) aus Kleine Brogel. Die Geschwader der Bundeswehr schickten Tornados IDS/ECR aus Büchel und Lechfeld(JaboG31/32); Eurofighter aus Laage (JG73) sowie F-4 vom JG71 aus Wittmund, welches die F-4 noch bis rund 2011 fliegen wird. Aus Manching war die Me262 der Messerschmitt Stiftung mit dabei.
|
|
|
|
|
|
(F16 AMI - F16 USAF - Tornado JaboG33 - F16 BAF - Tails - Me262)
Die Zukunft: Der Eurofighter übernimmt die QRA
Die Zukunft des JG74 wurde ebenfalls präsentiert. Zwar spielte der Eurofighter an diesem Tag nur eine sehr kleine Nebenrolle, so beeindruckte er jedoch wieder einmal mehr mit gigantischer Flug- und Steigleistung beim max. Performance Take - Off. Den F-4 Drivern wars gleichgültig: "Sche.. auf die Plastikente", war wohl der deutlichste Liebesbeweis an die Phantom.
|
|
|
|
|
Phazit
Wenn ein erfolgreiches Phlugzeug nach über 30 Jahren verabschiedet wird, ist es kein leichter Abschied. Die F-4 glänzte sicher nicht mit dem engstem Wendekreis oder schnellsten Rollraten. Aber sie war das sicherste und zuverlässigste Arbeitstier der Luftwaffe, das von ihren Piloten und Technikern sehr geschätz wurde.
Wir danken dem JG74 und vor allem der 2.ten Staffel, den Zapatas, für eine angemessene und überaus gelunge Verabschiedung der guten alten F-4, sowie der Einladung zum Phlyout. Vielen Dank auch ans Modell Verena. Ganz herzlichst möchten wir uns bei Martin Burzler - unserem Oberzapata - für die super Betreuung bedanken.
Viva Zapata and Phantom phorever!!!
Impressionen
(Schloss Neuburg - Nice young and old Lady´s - Goodbye Neuburg - Sunset for the Phantom)
|
|
|
|
|
Die Bilder vom Phlyout in bester Qualität gibts wie immer auf einer Foto - DVD im Shop:
Shop - Phlyout F-4 2008
Text: © Mathias Grägel
Bilder: © Charly & Mathias Grägel / GME-AirFoto 2008













































